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Die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen

Research paper by M. Zimmermann

Indexed on: 01 Apr '01Published on: 01 Apr '01Published in: Schmerz (Berlin, Germany)



Abstract

Noch 1986 war “Der Schmerz – ein vernachlässigtes Gebiet der Medizin”. Erfreulicherweise hat es seither bedeutende Fortschritte in der Versorgung von Schmerzpatienten gegeben und auch die Gesundheitspolitik hat sich endlich diesem Thema angenommen. Das Ausmaß des Problems chronischer Schmerz zeigen allein die Hochrechnungen, die für Deutschland von 5 Mio. chronischen Schmerzpatienten mit erheblichen Beeinträchtigungen des Lebensvollzugs ausgehen, von denen 600.000 als “Problempatienten” angesehen werden müssen, die besonderer Betreuung bedürfen. Für diese Patienten wurde der Begriff der “Schmerzkrankheit” geprägt. Ein Schwerpunkt der Forschung ist der Mechanismus der Chronifizierung von Schmerzen, die Plastizität des neuronalen Schmerzsystems scheint hier eine entscheidende Rolle zu spielen. Zunehmend stehen für Patienten interdisziplinäre Behandlungsansätze zur Verfügung. Diese Einrichtungen dienen nicht nur der verbesserten Versorgung der Patienten, sondern tragen auch zu Einsparungen im Gesundheitswesen bei. Hier ist ein weiterer Ausbau des Vorhandenen erforderlich, denn “divinum est sedare dolorem”–“Es ist göttlich, den Schmerz zu lindern” (Galen von Pergamon).