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Die präoperative angiographische Embolisation von Tumoren des Karotisglomus Eine Methode zur Verbesserung der Operabilität

Research paper by J. Fruhwirth, G. Koch, G. E. Klein

Indexed on: 01 Sep '96Published on: 01 Sep '96Published in: HNO



Abstract

Die chirurgische Resektion der vom Karotisglomus ausgehenden stark vaskularisierten Paragangliome ist häufig durch Blutungskomplikationen erschwert. Die Indikation zur präoperativen Embolisation der meist benignen Paragangliome dieser Lokalisation stellt sich zur Verringerung des Operationsrisikos und der Tumorrezidivrate. Wir berichten über 13 Tumorresektionen bei 9 weiblichen und 3 männlichen Patienten mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren in einem Zeitraum von 5 Jahren. In 6 Fällen (46,1%) zeigte die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie eine vollständige Umscheidung der Karotisgabel durch Tumorgewebe (Klassifikation III nach Shamblin) oder ein Tumorwachstum bis an die Schädelbasis. Diese Patienten konnten nach angiographischer Embolisation der tumorversorgenden Gefäße einer kurativen chirurgischen Tumorresektion unterzogen werden. Die radikale chirurgische Tumorextirpation erforderte in 4 Fällen (30,7%) die Resektion der A. carotis interna und deren Rekonstruktion durch ein V.-saphena-Interponat. 3 Paragangliome (23,0%) wurden histologisch als maligne klassifiziert und einer adjuvanten Strahlentherapie mit einer Gesamtdosis von 50–60 Gy unterzogen. Bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 29 Monaten war bisher ein Lokalrezidiv eines malignen Paraganglioms 13 Monate nach der Primäroperation und adjuvanten Strahlentherapie zu verzeichnen.