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Die Mucosa uteri bei Myomen

Research paper by Theodor Wyder

Indexed on: 01 Feb '87Published on: 01 Feb '87Published in: Archiv fur Gynakologie



Abstract

Die vier Präparate dieser Gruppe rühren her von Frauen, welche dem 36. bis 53. Lebensjahre angehören, also noch nicht in das klimakterische Alter eingetreten sind.Da die Blutungen meistens bei den ausgesprochen subserös sitzenden Uterusmyomen, besonders wenn sie gestielt sind, ganz fehlen (Gusserow, l. c., S. 39), so wäre von vornherein zu erwarten gewesen, dass auch die Befunde an der Uterusmucosa von der Norm wenig oder gar nicht abweichen.Meine vier Fälle, von denen sich allerdings zwei (Fall II und IV) durch starke Blutungen, auf die ich später zurückkommen will, auszeichneten, entsprachen diesen Erwartungen nicht: Immer fand sich die Schleimhaut stark verdickt und als hervorragende Veränderung eine ausserordentlich starke Wucherung der Drüsen, Wohl hatte sich in allen vier Fällen, in den einen mehr, in den anderen weniger, auch das Interglandulargewebe an den Wucherungszuständen betheiligt; aber es stand diese Wucherung in keinem Verhältniss zu der des Drüsenapparates, welche in Fall II zur Entstehung eines colossalen Adenoma polyposum, durchaus gutartiger Natur, geführt hatte. Bemerkenswerth ist in Fall I der Umstand, auf den ich nochmals zurückkommen werde, dass die Schleimhaut der Tumorwand ein wesentlich anderes Verhalten zeigte als die der gegenüberliegenden: Hier ein Adenoma diffusum in des Wortes verwegenster Bedeutung, dort ein stärkeres Hervortreten des interstitiellen Processes mit Cystenbildung.In allen vier Fällen fand sich ein gut entwickeltes Capillarnetz; in zweien (Fall I und IV) fiel namentlich ein Reichthum an dickwandigen Gefässen in die Augen.Kleine Extravasate in den oberflächlichsten Schleimhautpartien waren in allen vier Präparaten nachweisbar.