Quantcast

Die Gewebsatmung der Froschhaut unter verschiedenen experimentellen Bedingungen, im Vergleich zu anderen Kalt- und Warmblütergeweben

Research paper by A. Locker

Indexed on: 01 Jul '58Published on: 01 Jul '58Published in: Pflügers Archiv - European Journal of Physiology



Abstract

1. Die Atmung der Haut des Winter- und Sommerfrosches wurde im Temperaturbereich von 17,5 bis 42,5° C unter dem Einfluß von 4,6-Dinitro-o-kresol (DNOC) untersucht.2. Sie ist unbeeinflußt und unter DNOC-Einfluß beim Winterfrosch absolut höher als beim Sommerfrosch.3. Unter DNOC-Wirkung kommt es bei allem Konzentrationen, unabhängig von absoluter Steigerung oder Hemmung der Zellatmung, zu einem Maximum der prozentuellen Aktivität bei tiefen Temperaturen und mit Temperaturerhöhung zu einer Verminderung der relativen Aktivität. Dementsprechend ändert sich die Konzentrations-Wirkungsbeziehung mit der Temperatur. Die Aktivierungsenergie (μ) der Hautatmung erfährt unter hohen Konzentrationen von DNOC am Winterfrosch eine leichte Zunahme.4. Die höhere Atmung der Haut des Winterfrosches kann durch die Abhängigkeit der Gewebsatmung von der Körpergröße erklärt werden.5. Die Ergebnisse werden im Lichte der Theorie von Johnson und eigener vorangegangener Untersuchungen über den Einfluß von DNOC auf die Gewebsatmung der Leber homoiothermer und poikilothermer Tiere interpretiert. Es ergibt sich, daß in bezug auf die allgemeine (enzymatische) Aktivitätslage die Froschhaut mehr Ähnlichkeit mit der Leberatmung von Säugern als mit der von Amphibien aufweist.6. Zu den pharmakologischen Reaktionstypen der Zellatmung nach Meier u. Schuler wird Stellung genommen.