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Die Einwirkung von Insektiziden auf die neurosekretorischen Zellen vonPemphigus bursarius L. (Aphidina)

Research paper by Mohsen Amiressami

Indexed on: 01 Sep '73Published on: 01 Sep '73Published in: Journal of Pest Science



Abstract

Die histologischen Veränderungen nach der Anwendung der drei Insektizide, E 605, Systox und Plantaced, ergaben für die neurosekretorischen Zellen keine gleichartigen Veränderungen, vielmehr verhielten sich die verschiedenen Generationen in den untersuchten Entwicklungsphasen verschieden.Bei der Fundatrix traten eine Aufblähung des Plasmas und nekrotische Veränderung der Zellkörper sowie deutliche Volumenzunahme der Zellkerne bis zu ca. 78 μ3 auf. Die NSZ zeigten abgeschwächte Färbbarkeit.Bei den geflügelten Nachkommen der Fundatrix wurden riesengroße NSZ beobachtet; das Volumen der Zellkerne war bis zu ca. 268 μ3 gestiegen.Bei den Salatwurzelläusen konnten nach der Behandlung mit den genannten Insektiziden im Unterschlundganglion keine NSZ beobachtet werden. Eine starke Volumenabnahme der Zellkerne wurde, von ca. 268 μ3 auf 50 μ3 festgestellt. Nekrotische Veränderung der Zellkerne und Fragmentation (Karyorrhexis) des Chromatins waren nachweisbar. Der Unterschied im Verhalten der NSZ der Wurzelläuse im Vergleich zu den anderen Generationen ist vielleicht dadurch bedingt, daß die Wirkung der Insektizide im Boden anders ist.Bei den Sexuparae zeigte das Zellchromatin nach der Begiftung eine Pyknose, was schließlich zu einer Degeneration des Kernes führte. Außerdem trat eine Volumenzunahme des Nucleolus auf.Bei den Weibchen der zweigeschlechtlichen Generation war eine Veränderung der Kerne durch Schwellung zu beobachten, die mit großem Verlust der Färbbarkeit einherging.Bei den Männchen mit Flügelanlagen schließlich trat bei den Zellkernen der NSZ eine Volumenzunahme ein, jedoch zeigten die Nucleoli keine Vergrößerung. Am Zellchromatin war beginnende Pyknose zu bemerken. Beachtenswert war die wenig veränderte Gesamtanzahl der NSZ trotz Insektizideinwirkung. Die Prüfung mit dem t-Test ergab, daß die festgestellte Differenz zwischen den Mittelwerten normaler und behandelter Tiere nicht signifikant war.