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Die Bedeutung von psychischem Stress, Eustress und Ressourcen für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Research paper by Gisela Mohr

Indexed on: 01 Mar '93Published on: 01 Mar '93Published in: Sozial- und Praventivmedizin



Abstract

Stress wird als eine andauernde aversive Situation definiert, deren Vermeidung subjektiv wichtig erscheint und von der das Individuum nicht die Gewissheit hat, sie beenden zu können. Eustress hingegen ist gekennzeichnet durch die Gewissheit, eine Anforderung erfolgreich bewältigen zu köneen, kann also nich mit Stress gleichgesetzt werden. Es liegt nahe anzunehmen, dass die vermehrte Erfahrung von erfolgreich bewältigten Anforderungen eine Ressource, d.h. eine Hilfe im Umgang mit Stress darstellen kann.Empirische Befunde zeigen, dass psychische Stressoren in systematischer Weise mit Befindensbeeinträchtigungen im Vorfeld klinischer symptomatik verbunden sind, so dass die Veränderung psychischer Stressoren einer Präventivmassnahme gleichkommt. Darüberhinaus sprechen die Daten aus Untersuchungen mit Industriearbeitern dafür, dass die Arbeitstätigkeit selbst auch Ressourcen im Umgang mit Stress enthalten kann: Handlungsspielraum und soziale Unterstützung. Wo Stressoren (noch) nicht direkt verändert werden können, stellt die Erweiterung von Handlungsspielraum und die Förderung sozialer Unterstützung eine Präventionsmöglichkeit dar.