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Diastolische Herzinsuffizienz

Research paper by A. Brecht, V. Stangl, F. Knebel

Indexed on: 19 Feb '15Published on: 19 Feb '15Published in: Der Kardiologe



Abstract

Die diastolische Herzinsuffizienz („heart failure with preserved ejection fraction“, HFpEF) ist definiert durch Symptome und klinische Zeichen einer Herzinsuffizienz, eine erhaltene oder annährend normale linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) sowie das Vorliegen einer diastolischen Funktionsstörung. Unspezifische Symptome und die oft zahlreichen Komorbiditäten erschweren die Diagnostik. Eine zentrale Rolle in der HFpEF-Diagnostik spielt die Echokardiographie. Ergänzend können Biomarker und ggf. invasive Messungen im diagnostischen Prozess zielführend sein. Eine prognoseverbessernde Therapie von HFpEF konnte in großen Studien bisher nicht belegt werden. Das Patientenmanagement ist daher symptomorientiert und konzentriert sich auf die Behandlung der Komorbiditäten und Risikofaktoren. Deutliche Fortschritte im Verständnis der Pathophysiologie lassen auf neue evidenzbasierte, prognoseverbessernde Therapiekonzepte in den nächsten Jahren hoffen. Dieser Artikel informiert über die wichtigsten epidemiologischen Daten, die derzeit aktuellen pathophysiologischen Konzepte und relevanten klinischen Studien, zeigt den empfohlenen diagnostischen Prozess auf und schließt mit einem Ausblick auf neue Therapiekonzepte ab.