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Diagnostik von Rechenstörungen

Research paper by L. Tischler, F. Petermann

Indexed on: 13 Oct '12Published on: 13 Oct '12Published in: Monatsschrift Kinderheilkunde : Organ der Deutschen Gesellschaft fur Kinderheilkunde



Abstract

Bei der Rechenstörung handelt es sich um eine umschriebene Entwicklungsstörung mit hoher Prävalenz, die sich vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter hinein erstrecken kann. Nach ICD-10 („international classification of diseases, 10th revision“) ist sie den umschriebenen Entwicklungsstörungen zuzuordnen, denen Beeinträchtigungen in Sprache, Motorik und visuell-räumlicher Wahrnehmung zugrunde liegen. Als entscheidend zur Diagnosestellung erwies sich die Diskrepanz zwischen Intelligenz und der bezüglich dieser zu erwartenden Rechenleistung. Dabei stehen dem Kliniker unterschiedliche diagnostische Leitlinien zur Verfügung. Eine umfassende, auch zur Therapieplanung geeignete Untersuchung sollte sich an der ätiologischen Konzeption der Rechenstörung orientieren und nicht zuletzt auch Beeinträchtigungen in der visuellen Informationsverarbeitung mit berücksichtigen. Dies sollte sich in der bedachten Auswahl entsprechender Testverfahren widerspiegeln.