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Der Stoff aus dem die Träume sind – Der Traum im Psychodrama und in der Neurowissenschaft

Research paper by Jutta Fürst

Indexed on: 03 Jan '13Published on: 03 Jan '13Published in: Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie



Abstract

Die Bearbeitung von Träumen in der Psychodramatherapie ist seit J.L. Moreno ‚state of the art‘. Dadurch wird die innere Welt sichtbar, geht über das unmittelbar Erfahrbare hinaus und schafft damit eine Surplus Reality. Da es keine einheitliche Theorie über die Entstehung der Träume im Psychodrama gibt, haben sich, aufbauend auf unterschiedlichen Konzepten, auch verschiedene Formen der Inszenierung entwickelt. In diesem Beitrag werden einige dieser Konzepte und unterschiedliche Formen der Traumbearbeitung dargestellt und diese zu aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaft in Beziehung gesetzt. In diesem Vergleich wird festgestellt, dass die theoretischen Überlegungen zur Funktion und Entwicklung von Träumen für die Bearbeitung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Außerdem scheint es sinnvoll, dass einzelne Interventionen nicht automatisch, sondern nach Abwägung der speziellen Umstände angewendet werden. Insgesamt bietet das Psychodrama auch aus der Sicht der Neurowissenschaften eine geeignete Möglichkeit, Träume für den psychotherapeutischen Prozess nutzbar zu machen.