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Der Schultz-Dalesche Versuch mit Trichophytin

Research paper by Werner Jadassohn, Fritz Schaaf, Marion B. Sulzberger

Indexed on: 01 May '32Published on: 01 May '32Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Der Schultz-Dalesche Versuch kann mit Trichophytin ausgelöst werden, und zwar beim ein- oder zweimal mit Achorion Quinckeanum infizierten Meerschweinchen im 2. Monate nach der Erstinfektion, während innerhalb des 1. Monats nach der Infektion der Schultz-Dalesche Versuch negativ ausfällt.Die positiven Resultate sind sowohl mit einem eiweißhaltigen Sporenextrakt als auch mit Trockentrichophytin (Block, Labouchére undSchaaf), das vorwiegend aus einem stärkeähnlichen, stickstoffhaltigen Polysaccharid besteht, und in dem chemisch Eiweiß nicht nachweisbar war (beide Präparate haben sich durch Hautreaktionen bei Patienten als wirksam und weitgehend spezifisch erwiesen), erzielt worden.Intrakardiale Injektionen von Trockentrichophytin werden von Meerschweinchen im 1. Monat nach der Hautinfektion mit Achorion Quinckeanum anstandslos ertragen, führen aber im 2. Monat zum anaphylaktischen Shock.Die subcutanen Injektionen von Trockentrichophytin bewirkten eine Sensibilisierung der Meerschweinchen, die durch positiven Schultz-Daleschen Versuch nachgewiesen wurde.Es ist uns bisher nicht gelungen, mit dem Serum von mit Achorion Quinckeanum infizierten Kaninchen, Menschen und Meerschweinchen, Meerschweinchen passiv so zu sensibilisieren, daß sie einen positiven Schultz-Daleschen Versuch ergeben hätten.