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Der Mechanismus der Blutkörperchensenkung

Research paper by G. Ruhenstroth-Bauer, G. Brittinger, F. -H. Kayser, G. Nass, M. Tautfest

Indexed on: 01 Dec '62Published on: 01 Dec '62Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

1. Durch wiederholte Ultrazentrifugation von beschleunigt senkenden Seren lassen sich Agglomerine in den höhermolekularen Serumproteinanteilen anreichern.2. Die Heterogenität der Agglomerine wird dadurch weiter belegt, daß zur 50% igen Blockung von beschleunigt senkenden Plasmen mit gleicher Senkungsaktivität unterschiedliche Mengen des Senkungsblockers Phenylbutazon benötigt werden.3. Bei der Prüfung der Senkungsaktivität von gereinigten Plasmaproteinen zeigte sich, daß Haptoglobin, Fibrinogen und Coeruloplasmin zu den Agglomerinen gehören, da diese Plasmaproteine zur beschleunigten Senkung von Humanerythrocyten führen. Präalbumin, Albumin, saures α1-Glykoproteid und Transferrin besitzen dagegen in vergleichbarer Konzentration keine Senkungsaktivität.4. In Dextran-Lösungen kommt es in Abhängigkeit vom Molekulargewicht der Dextrane zu einer beschleunigten Senkung von Humanerythrocyten.5. Das Linearprotein Myosin bewirkt ebenfalls eine beschleunigte Senkung von Humanerythrocyten.6. Poly-l-Aminosäuren sind schon in sehr geringen Konzentrationen senkungsaktiv. In höheren Konzentrationen führen sie zur Agglutination.7. Die Ergebnisse werden in ihrer Bedeutung für das Verständnis der Blutkörperchensenkung diskutiert.