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Der Mechanismus der Blutkörperchensenkung. XVI. Mitteilung: Hemmung der Senkungswirkung von Fibrinogen durch Fibrinogenuntereinheiten

Research paper by Ellen Ancker, H. J. Wagner, H. Hörmann, G. Ruhenstroth-Bauer

Indexed on: 01 Sep '71Published on: 01 Sep '71Published in: Annals of Hematology



Abstract

Die intramolekularen Disulfidbindungen von Rinderfibrinogen wurden durch Sulfitolyse in 8 M-Harnstoff gespalten und dadurch das Protein in seine Peptidketten zerlegt. Das erhaltene Reaktionsgemisch beschleunigt zum Unterschied von Fibrinogen die Senkung einer Erythrozytensuspension nicht. Es hemmt aber die beschleunigende Wirkung von Fibrinogen auf die Senkung. Dies wird damit erklärt, daß die Fibrinogenuntereinheiten monovalent mit den Erythrozytenoberflächen reagieren, wobei sie Haftstellen besetzen, ohne jedoch eine Agglomeration der Erythrozyten herbeizuführen. Jede der drei Peptidketten des Fibrinogens besitzt diese Hemmwirkung, am stärksten die β(B)-Kette, etwa gleich stark die α(A)-und die γ-Kette.