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Deprotonierung eines Hydridoborat-Anions

Research paper by Johannes Landmann, Fabian Keppner, Daniel B. Hofmann, Dr. Jan A. P. Sprenger, Mathias Häring, Sven H. Zottnick, Prof. Dr. Klaus Müller‐Buschbaum, Dr. Nikolai V. Ignat'ev, Prof. Dr. Maik Finze

Indexed on: 25 Jan '17Published on: 24 Jan '17Published in: Angewandte Chemie



Abstract

Die Reaktionen von [BH(CN)3]− mit starken nicht-nucleophilen Basen sind die ersten Beispiele für die Deprotonierung eines Hydridoborat-Anions. Diese liefern Alkalimetall-Salze mit dem Tricyanoborat-Dianion B(CN)32− in bis zu 97 % Ausbeute und 99.5 % Reinheit. [BH(CN)3]− ist weniger acide als (Me3Si)2NH, aber eine stärkere Säure als iPr2NH. Sterisch weniger gehinderte, stärker nucleophile Basen wie PhLi und MeLi greifen hauptsächlich die CN-Gruppen unter Bildung von Imino-Dianionen [RC(N)B(CN)3]2− an, die mit Wasser zu Ketonen vom Typ [RC(O)B(CN)3]− reagieren. Das Bor-zentrierte Nucleophil B(CN)32− reagiert mit CO2 und CN+-Reagenzien in exzellenten Ausbeuten zu Salzen mit dem [B(CN)3CO2]2−- bzw. dem Tetracyanoborat-Anion [B(CN)4]−.