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Das Verhalten des quergestreiften Muskels anschliessend an den letzten Reiz einer Reizserie, während welcher registrierbare Änderungen des Muskels verhindert wurden

Research paper by Adolf Heinrich

Indexed on: 01 Jan '37Published on: 01 Jan '37Published in: Journal of Comparative Physiology A



Abstract

Der Musc. gastrocnemius eines Frosches wird durch ein so schweres Gewicht gedehnt, daß er sich selbst bei Reizung nicht verkürzen und verhärten kann. Dann wird er für kurze Zeit mit mittelstarken Induktionsströmen gereizt. Im gleichen Moment, in dem der letzte Reiz den Muskel trifft, fällt das Gewicht ab und der Muskel kann sich so verhalten, wie es in diesem Augenblick seinem Zustande entspricht. Es resultiert hierbei eine Zusammenziehung des Muskels, die wesentlich stärker ist als wenn der ungereizte Muskel plötzlich entlastet wird. Fällt aber das Gewicht ab, nachdem der Muskel mehrere Sekunden lang gereizt wurde, dann erhält man eine wesentlich veränderte Kurve, die gegenüber der durch eine kurze Reizserie gewonnenen Kurve eine geringere Zusammenziehung aufweist, aber einen deutlichen Verkürzungsrückstand zeigt, wie er auch in der Literatur beschrieben wurde. Diese Erscheinung ist reversibel.Die gewählte Versuchsanordnung ermöglicht es, neben dem Auftreten des Verkürzungsrückstandes auch die Verkürzung selbst und ihre Beziehung zum Verkürzungsrückstand unter gleichen Umständen zu studieren.Es werden die Möglichkeiten besprochen, durch welche die gefundenen Änderungen der Kurven hervorgerufen sein könnten.