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COPD und Osteoporose

Research paper by W. Petermann, T. Welte

Indexed on: 01 May '06Published on: 01 May '06Published in: Der Pneumologe



Abstract

Die Prävalenz der Osteoporose nimmt bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr erheblich zu. Bei sonst gesunden 60-Jährigen haben etwa 5% der Männer und 10% der Frauen eine manifeste Osteoporose, bei 80-Jährigen liegen die entsprechenden Werte bei 15% bzw. 35%. Chronische Erkrankungen, die sich auf den gesamten Organismus auswirken, werden oft von einer Osteoporose begleitet. Unter diesen kommt der COPD eine besondere Bedeutung zu, leiden doch 35–70% der Patienten mit COPD unter einer Demineralisierung der Knochen. Das betrifft auch schon COPD-Patienten unter 50 Jahren. Ursächlich dafür sind die vielfältigen Auswirkungen dieser Erkrankung auf den Gesamtorganismus. Zudem kann die Therapie mit Glukokortikoiden Einfluss auf den Knochenstoffwechsel haben. Ausschließlich eine Messung der Knochendichte gestattet eine sichere Diagnose. Die Basis der medikamentösen Therapie einer Osteoporose sind Kalzium und Vitamin D. Erweitert werden kann die Behandlung bei Bedarf durch Bisphosphonate.