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Changes in paleoenvironments in the Atlantic Ocean during Cretaceous times: results from black shales studies

Research paper by R. Stein, J. Rullkötter, D. H. Welte

Indexed on: 01 Oct '89Published on: 01 Oct '89Published in: Geologische Rundschau : Zeitschrift fur allgemeine Geologie



Abstract

Der kretazische atlantische Ozean zeichnet sich durch weitverbreitete Vorkommen von organisch-kohlenstoff-reichen Sedimenten (»Schwarzschiefer«) aus. Die maximale Verbreitung der Schwarzschiefer konzentriert sich dabei auf die Zeitintervalle Apt/Alb und Cenoman/Turon. Um die Genese dieser Schwarzschiefer in bezug auf Änderungen der paläogeographischen Rahmenbedingungen, der paläoozeanischen Zirkulation und des Paläoklimas zu erklären, wurden detaillierte Untersuchungen der Menge und Zusammensetzung der organischen Substanz durchgeführt. Die Arbeit basiert hauptsächlich auf Akkumulationsraten der terrigenen und marinen organischen Substanz, der Beziehung zwischen Corg-Gehalt und Sedimentationsrate und der Abschätzung der ozeanischen Paläoproduktivität.Eine erhöhte Zufuhr von terrigener organischer Substanz war der Hauptfaktor für die Akkumulation von Corgreichen Sedimenten im Nordwest-Atlantik während des Hauterives und des Albs.Eine erhöhte Produktivität von mariner organischer Substanz war wichtig für die Schwarzschieferbildung im Nordost-Atlantik während des Albs.Während des Cenoman/Turons deuten die Schwarzschiefervorkommen im gesamten Nord-Atlantik auf eine erhöhte Erhaltungsrate von (mariner) organischer Substanz unter anoxischen Ablagerungsbedingungen hin. Im Nordost-Atlantik mag zusätzlich eine erhöhte Paläoproduktivität zu den extrem hohen Akkumulationsraten von mariner organischer Substanz geführt haben.Lokal war die schnelle Einbettung und damit erhöhte Elrhaltung von organischer Substanz in Turbiditen ein wichtiger Faktor für die Bildung von Schwarzschiefern im kretazischen Atlantik.