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Carbohydrate metabolism and uraemia — Mechanisms for glycogenolysis and gluconeogenesis

Research paper by W. H. Hörl, J. Stepinski, A. Heidland

Indexed on: 01 Oct '80Published on: 01 Oct '80Published in: Klinische Wochenschrift



Abstract

Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels bei akuter Urämie sind charakterisiert durch den Abbau von Leber- und Muskelglykogen bei gleichzeitiger Aktivierung der hepatischen Glukoneogenese. Die Substitution essentieller Aminosäuren und Ketosäuren führt nach bilateraler Nephrektomie in der Leber zu einer Stimulierung der Glykogensynthese, ein Effekt, der an der Skelettmuskulatur ausbleibt. Serin erweist sich unter den Bedingungen einer akuten Urämie als optimales Substrat für die Glukoneogenese der Leber und zeigt eine anabole Wirkung auf den Muskelglykogenstoffwechsel. Propranolol läßt die Glykogenolyse der Skelettmuskulatur bei akut urämischen Ratten unbeeinflußt.Unter Nüchternbedingungen kommt es bei akuter Urämie im Herzmuskel zu einem Anstieg des Gesamtkohlenhydratgehaltes, insbesondere von Glykogenund Glukosekonzentration. Änderungen der Kohlenhydratgehalte sind in der Niere nach Ureterligatur nicht nachweisbar. Als Ursachen der erhöhten Glykogenolyse der Skelettmuskulatur und Leber bei akuter Urämie kommt die Aktivierung von Phosphorylase-Kinase durch erhöhte Serumkonzentrationen verschiedener Hormone (Glukagon, Katecholamine, Parathormon) sowie durch freie proteolytische Enzyme, einen Anstieg der intrazellulären Ca2+-Konzentration und Strukturänderungen kontraktiler Proteine in Betracht.