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Cannabiskonsum und -missbrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Research paper by Rainer Thomasius, Nina Weymann, Martin Stolle, Kay Uwe Petersen

Indexed on: 16 Apr '09Published on: 16 Apr '09Published in: Psychotherapeut



Abstract

Befunde aus repräsentativen Studien an Jugendlichen legen nahe, dass der Konsum von Cannabis nach einer langen Wachstumsphase in Deutschland rückläufig sein könnte. Diese Hoffnung sollte jedoch nicht dazu führen, die Wachstumserwartungen an die Klientenzahl mit cannabisbezogenen Störungen nach unten zu korrigieren. Selbst wenn sich ein stabiler rückläufiger Trend entwickeln würde, konnte doch das in der jüngeren Vergangenheit festgestellte rapide Anwachsen der Klientenzahl mit diesen Störungen nicht aus einer auch nur annähernd vergleichbar steigenden Zahl an Intensivkonsumenten erklärt werden. Die Behandlungseinrichtungen sollten sich somit auf eine weiterhin zunehmende Zahl an insbesondere männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen einrichten, die eine entsprechende Behandlung nachfragen. Es ist daher auf dem Weg voranzuschreiten, spezifische Behandlungsangebote für Cannabiskonsumenten – hier insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische und motivationsfördernde Interventionen – weiterzuentwickeln, zu evaluieren und zu implementieren. Erfolg versprechende und bereits erfolgreiche Projekte dieser Art werden beschrieben.