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Blutdruckeinstellung und -medikation

Research paper by Hausberg, Martin

Indexed on: 14 Dec '16Published on: 20 Nov '16Published in: Dialyse aktuell



Abstract

Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz weisen eine deutlich erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Sterblichkeit auf. Die Ursachen hierfür sind multifaktoriell, wesentlich sind erhebliche Schädigungen der arteriellen Gefäße. Die bei einem großen Teil der Dialysepatienten prävalente arterielle Hypertonie trägt zu der hohen kardiovaskulären Komplikationsrate bei. Wegen der ausgeprägten Alterationen des kardiovaskulären Systems bei Dialysepatienten besteht eine U-förmige Beziehung zwischen Blutdruck vor Dialyse und kardiovaskulärer Komplikationsrate. Blutdruckwerte zwischen 140 und 160 mmHg systolisch vor Dialysebeginn sind mit der geringsten kardiovaskulären Komplikationsrate bei Dialysepatienten assoziiert. Für die Blutdruckkontrolle und die kardiovaskuläre Prognose entscheidend ist die konsequente Einstellung der Patienten auf das Trockengewicht. Darüber hinaus sind bei vielen Patienten Antihypertensiva erforderlich. Es ist bislang nicht definitiv geklärt, ob gewisse Klassen von Antihypertensiva wie z. B. Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems Vorteile gegenüber anderen Klassen von Antihypertensiva haben in Bezug auf die kardiovaskuläre Prognose.