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Beobachtungen zu Biologie und Verhalten des Großen Kragenlaubenvogels (Chlamydera nuchalis)

Research paper by Zdenek Veselovský

Indexed on: 01 Jan '78Published on: 01 Jan '78Published in: Journal für Ornithologie



Abstract

Von Mai bis Juli 1969 wurde im Gebiet von Darwin und Arnhemland (Northern Territory, Australien) Biologie und Verhalten vonChlamydera nuchalis studiert.28 Lauben wurden gefunden. Einzelheiten des Laubenbaues und der hierzu verwendeten Materialien werden beschrieben. Das ♂ muß etwa 4–5000 Zweige zum Laubenplatz schaffen; die Wände der Laube bestehen aus etwa 1400 bis 1840 Zweigen.Die zur Ausschmückung der Laube verwendeten Gegenstände umfaßten Molluskenschalen, Knochen, Glasstückchen, Steine und kleine glänzende Metallobjekte. Das Gesamtgewicht des Laubenschmuckes betrug 6,6 bis 12,1 kg. Größe und Gewicht der Einzelobjekte schwankten zwischen 4–10 mm und 0,2–1,2 g bzw. 73 × 36 mm und 40 g. Ihre Gesamtzahl liegt zwischen 5000 und 12 000. Bevorzugt werden weiße und graue Objekte; auch grüne Glasstückchen wurden gefunden.Die Technik des Laubenbaus, die ausschließlich das ♂ ausführt, wird beschrieben. Der Rohbau nimmt etwa 3 Wochen in Anspruch, doch werden im Anschluß daran dauernd neue Objekte eingetragen. Anzeichen für das „Ausmalen“ der Laube wurden nicht gefunden. Während der Balz singt das ♂ intensiv auf Bäumen oder am Boden. Die einzelnen Balzphasen werden beschrieben. Während des Höhepunktes versucht das ♂ durch Sprünge im Kreis das ♀ an der Laube zu halten. Begattung wurde außerhalb der Laube nahe dem Ausgang beobachtet. Offensichtlich hat ein ♂ mehrere ♀ während einer Balzperiode. Während der Balz wird die Laube dauernd ausgebessert und ihr Schmuck neu arrangiert.