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Autoradiographische Untersuchungen über den Kollagenstoffwechsel bei der experimentellen Rattenrachitis

Research paper by Hanspeter Rohr

Indexed on: 01 Oct '65Published on: 01 Oct '65Published in: Zeitschrift fur die gesamte experimentelle Medizin einschliesslich experimentelle Chirurgie



Abstract

Mit einer Ca- und P-armen und Vitamin D-freien Diät (Hansarddiät, modifiziert nachFricsay) wird bei 3 bis 4 Wochen alten Ratten eine Rachitis erzeugt.Zur Prüfung des Kollagenstoffwechsels, d. h. der Kollagenneubildung und der Ausschleusung, erhalten die rachitischen Ratten sowie die Kontrollratten eine einmalige Dosis von 150μC3H-Glycin i.p. Die Versuchstiere werden in Intervallen von 30 min bis zu 14 Tagen nach der3H-Glycininjektion getötet. Die proximale Tibiaepiphyse wird histologisch und autoradiographisch untersucht und der Prozentsatz der Osteoblasten, die 60 min nach der3H-Glycininjektion markiert sind, bestimmt (=Prozentsatz der Osteoblasten, die in diesem Zeitpunkt Kollagen synthetisieren).Die Ergebnisse sind folgende:In der primären Spongiosa der enchondralen Ossifikationszone finden sich bei der rachitischen Ratte pro Flächeneinheit doppelt so viele Osteoblasten wie bei der Kontrollratte.60 min nach der3H-Glycininjektion sind bei der rachitischen Ratte 10% der Osteoblasten (Kontrollratte 30%) markiert.Das Abrücken der3H-Glycin-Markierungssäume vollzieht sich bei der Rachitisratte rascher als bei der Normalratte.Bei der experimentellen Rattenrachitis ist die Kollagenbildung beschleunigt und gesteigert.