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Autologe Verfahren zur Therapie von Gefäßinfektionen

Research paper by H. Zühlke

Indexed on: 01 Dec '06Published on: 01 Dec '06Published in: Gefasschirurgie : Zeitschrift fur vaskulare und endovaskulare Chirurgie : Organ der Deutschen und der Osterreichischen Gesellschaft fur Gefasschirurgie unter Mitarbeit der Schweizerischen Gesellschaft fur Gefasschirurgie



Abstract

Die Entwicklung einer tiefen Infektion nach gefäßrekonstruktiven Eingriffen stellt den Supergau in der Gefäßchirurgie dar und erfordert neben einer klinikabhängigen differenzierten Diagnostik ein situations- und stadiengerechtes gezieltes, frühes und aggressives Vorgehen. Neben der maximalen systemischen und lokalen Infektionsbekämpfung hilft in vielen Fällen die lokale Rekonstruktion unter Verwendung autologen Materials in Kombination mit mittelfristig resorbierbarem Nahtmaterial. Dieses Verfahren wird als autologe Rekonstruktion bezeichnet.Für alle Infektionslokalisationsbereiche steht eine Palette von autologen Rekonstruktionsverfahren zur Verfügung, um adäquat und effektiv therapieren zu können. Damit wird in den meisten Fällen die Durchblutungssituation gesichert, Zeit gewonnen und das Leben und die Extremität der Patienten erhalten. Höchste Priorität haben die Bekämpfung der Infektion sowie der Erhalt des Lebens und der Extremität des Patienten. Im Stadium der tiefen Infektion ist es bereits als Erfolg anzusehen, wenn der Status quo ante nach Infektionsausheilung wieder erreicht werden kann. Nach entsprechendem zeitlichem Intervall kann dann immer noch wieder unter den Maximen der Gefäßchirurgie reinterveniert werden.