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Applanations- und Impressionstonometrie an refraktiv operierten Augen — ein Vergleich

Research paper by R. -C. Lerche, M. Kohlhaas, A. Böhm, J. Draeger, N. Ehlers, J. Hjordtal, H. Olson

Indexed on: 01 Aug '96Published on: 01 Aug '96Published in: Spektrum der Augenheilkunde



Abstract

In einer vergleichenden Untersuchung soll der Einfluß der Hornhautkrümmung und der Hornhautdicke nach refraktiver Chirurgie auf die Applanations- und Kontakttonometrie gezeigt werden. Es wurden 36 Patienten nach radiärer Keratotomie und 32 Patienten nach Excimer-Ablation untersucht. Als Kontrollgruppe dienten 40 Normal-patienten ohne vorausgegangene Operation. Die Tensionswerte aller Patienten wurden jeweils mit dem Applanationstonometer nach Goldmann, dem Handapplanationstonometer nach Draeger und dem elektromechanischem Kontakttonometer „Tonopen“ gemessen. In der Kontrollgruppe kann gezeigt werden, daß das Handapplanationstonometer nahezu identische Werte wie das Goldmann’sehe Tonometer mißt. Das Tonopen mißt im Mittel 1 mmHg unter dem Referenzgerät von Goldmann.Bei zunehmendem Krümmungsradius und dünner werdender Hornhautdicke kehrt sich die Meßgenauigkeit zugunsten des Tonopens zum Gegenteil. Bei der immer populärer werdenden refraktiven Hornhautchirurgie höhergradiger Myopien ist dies vor allem bei der Applanationstonometrie zu berücksichtigen.