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Akute Luftnot im Kindesalter

Research paper by B. Klär-Hlawatsch, W. Kamin

Indexed on: 01 Oct '00Published on: 01 Oct '00Published in: Notfall + Rettungsmedizin



Abstract

Akute Luftnot gehört zu den häufigsten pädiatrischen Notfällen in der Praxis. Aufgrund der Anatomie und des geringen Durchmessers der kindlichen Atemwege können verschiedenste Mechanismen, die zu einer Verengung der Atemwege führen, schneller als bei Erwachsenen ein signifikantes Atemhindernis darstellen und somit akute Luftnot bewirken. Hierbei ist die klinische Unterscheidung des pathologischen Atemnebengeräusches (in- oder exspiratorischer Stridor, Giemen) zusammen mit dem Alter des Kindes richtungsweisend für die Verdachtsdiagnose und damit das präklinische Procedere. Die wichtigsten Differentialdiagnosen für den akuten Stridor sind Krupp-Syndrom, Fremdkörperaspiration und Epiglottitis, für das Giemen die allergisch bedingte oder infektgetriggerte bronchiale Obstruktion.Die akute Luftnot als potentiell lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf bereits präklinisch einer präzisen symptom-orientierten Einschätzung. Dabei ist beim bewusstseinsklaren Kind möglichst wenig invasiv vorzugehen, da zusätzliche Aufregung zur Dekompensation führen kann. Die wichtigsten Krankheitsbilder, die zu akuter Luftnot führen, ihre Symptomatik, das therapeutische Notfallmanagement sowie wichtige Differentialdiagnosen werden in diesem Beitrag diskutiert.